Kolonisten-Kaffee in Neulietzegöricke

Zollbrücke Oderbruch-blog.de
Foto (c) Heike Dahl

 

Hausgemachter Kuchen, Torten und extrem leckerer Kaffee

 

Einheimische nennen Neulietzegöricke, nahe der polnischen Grenze, einfach Lietze. Die meisten Besucher von außerhalb machen hier nur kurz Rast. Sie wollen eigentlich zum Theater am Rand, im Nachbarort Zollbrücke.

 

Eigentlich ist der Ort selbst sehr wohl eine Reise wert, denn es handelt sich um eines der schönsten Dörfer im Oderbruch. Neulietzegöricke besticht durch seine schönen Fachwerkhäuser, einen breiten Dorfanger und der ungewöhnlichen Idee des Bürgermeisters, den Ort am Leben zu halten.

 

Das Kolonisten-Kaffee war früher einmal die Dorfschule und auch schon ein Dorfkonsum. Seit 2014 wird hier sehr guter Kuchen und Kaffee angeboten. An den Wänden sind alte Kaffeekannen aufgereiht und vermitteln damit ein nettes Flair.

Gerade im Winter, wenn im wohlig, warmen Kamin das brennende Holz prasselt, lassen sich nach einem ausgiebigen Winterspaziergang die Hände am Feuer wärmen und mit Kaffee oder Schokolade der Bauch auftauen. Aber auch im Sommer kann man hier herrlich auf der Terasse sitzen und seinen Gaumen verwöhnen, denn der Kuchen ist immer mit saisonalen Toppings hergestellt und hausgemacht, die Auswahl vielfältig.

 

Wenn man mag und das Glück hat, trifft man hier auch noch den einen oder anderen Künstler bzw. Schauspieler des Theater-am-Rand, denn die kommen auch gern her und trinken Kaffee, bevor sie während der Theater-Vorstellung im Rampenlicht stehen.

 

 

Die Wirtin ist gebürtige Lietzerin und deren Familie alteingesessen. Sie hat sich mit dem Kolonisten-Kaffee und ihrer Ferienwohnung eine Perspektive geschaffen, denn so viele Arbeitsplätze gibt es im Dorf nicht.

 

Gegen die schon lang anhaltende Abwanderung der Dorfbewohner, hat der Bürgermeister von Neulietzegöricke eine recht witzige Aktion ins Leben gerufen. Angelehnt an die Urbesiedlung der Gegend durch Friedrich den II., im Jahre 1753,  unter dem Motto: Kolonisten gesucht! versucht der Bürgermeister Grundstücke und Loose-Höfe der Gegend anzupreisen und Leute zu begeistern, ins Oderbruch umzuziehen. Und ja, er hatte schon Erfolg und konnte damit einige, vor allem Berliner, für das Oderbruch begeistern und damit ein paar denkmalgeschützte Fachwerkhäuser retten. Neben toll renovierten Häusern gibt es immer noch das ein oder andere Haus, dass auf einen neuen Besitzer wartet.

 

Update 04.09.2017: Inzwischen ist Neulietzegöricke der erste Kulturerbe Ort des Oderbruchs geworden. Touristen, Ausflügler und Besucher können jetzt hier anhand von Schautafeln die Geschichte des Oderbruchs erleben. Vor den Häusern werden Tafeln aufgestellt, die Fotos zeigen, wie die Häuser früher aussahen und in welch desolatem Zustand sie sich teilweise vor der Sanierung befanden, dazu gibt es Beschreibungen aus der Denkmalliste mit Geschichten und Anekdoten. (Quelle: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1601716)



Anfahrt Altfriedland --> Kolonisten Kaffee

Von Land Gesund Leben / Altfriedland bis zum Kolonisten-Kaffee benötigt man ca. 30 min.

Anfahrt Berlin --> Kolonisten Kaffee

Sie erreichen Neulitzegöricke von Berlin aus mit dem Auto in ~100 min.


Öffnungszeiten

Freitag bis Sonntag: 13 -18 Uhr

Sie erreichen das Kolonisten-Kaffee unter:

http://www.kolonisten-kaffee.de

info@kolonisten-kaffee.de
Tel: 0162 21 40 221

Dorfstrasse 78
16259 Neulietzegöricke



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