Radeln durch das Oderbruch (Oderdeich-Tour: Küstrin-Nieschen-Kienitz)

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(c) Oderbruch.blog Radeln im Oderbruch

Wie wäre es mal wieder damit: den Alltagslärm gegen Vogelgezwischer

 

... Fröschequaken und Nachtigallgesang eintauschen. Nachts, statt Kneipengegröle Sternschnuppen zählen? Weiter Wolkenhimmel, statt enge Straßenschluchten. Die klare Luft tief in die Lungen einziehen und sich für die kommende Woche mit Energie aufladen. Endlich mal wieder den Großstadtstress hinter sich lassen und raus in die Natur fahren?

 

Das Oderbruch, die östlichste Region Brandenburgs, bietet all das und ist nur eine kurze Zugfahrt von Berlin entfernt. Also Fahrräder und Proviant eingepackt und ab in die Natur!

Nur eine Stunde von Berlin entfernt öffnet sich eine andere Welt

 

Von Berlin-Ostkreuz aus geht es los mit dem Zug nach Küstrin. Mit der NEB 26 dauert eine Fahrt normalerweise eine gute Stunde. An der Bahnhof-Haltestelle Küstrin-Kietz (A) geht es raus, über die Brücke und Gleise links weiter Richtung ausgeschildertem Oder-Neiße Radweg. Hier muss man in Richtung Norden und Sydowswiese radeln. (Richtung Lebus wäre eine Tour durch das südliche Oderbruch.)

 

Erkunden Sie erste Spuren menschlicher Existenz

 

Als ersten Halt nach ca. 11 Kilometern empfehlen wir Nieschen bei Genschmar (C). Der sehr gut ausgebaute Radweg führt vorbei an schönen, alten Loosehöfen auf der linken und dem Grenzfluss nach Polen, der Oder auf der rechten Seite. Hier befindet sich kurz vor Sydowswiese der Garnischberg. An diesem Punkt wurden die ältesten Spuren menschlicher Existenz im Oderbruch gefunden: eine 12.000 Jahre alte Feuersteinspitze.

 

Die weiten Oderwiesen in diesem Gebiet sind wichtiges Überschwemmungsland. Zum Teil liegt die Distanz zwischen Oder und Deich bei bis zu 1300 Meter. Und doch braucht der starke Strom manchmal diesen Platz, wenn er über die Ufer tritt und in sein altes Flussbett zurück fließt. Die Wiesen sind in diesem Gebiet besonders Artenreich und schön. Insekten bekunden mit Gezirpe und Gesurre ihre Anwesenheit.

 

(c) Heike&Ulrich Dahl die Weite des Oderbruchs
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Von Oderaue-Genschmar geht es weiter, Richtung Groß Neuendorf, diesmal direkt auf dem Deich, schnurgeradeaus, soweit man blicken kann. Denn auch hier wurde die Oder vor 250 Jahren begradigt und den ehemaligen Oderauen fruchtbares Land abgerungen. Nach fünf Kilometern erreichen wir das Naturschutzgebiet, rund um Sophienthal und Sydowswiese (D) .

 

Natur-Sandstrand als echter Geheimtipp

 

Rechter Hand befindet sich der Naturbadestrand Sophienthaler Polder (E). Mit einigen Bäumen geschützt, einer Feuerstelle, Sandstrand und oft menschenleer, ist das ein echter Geheimtipp für romantische Abende. Links auf dem Deich befindet sich ein kleiner Aussichtspunkt, von dem man wunderbar über den Fluss, bis nach Polen schauen kann.


 

Nur knapp sechs Kilometer weiter führt uns die Tour nach Kienitz (F). Dieses ehemalige Fischerdorf wurde schon vor 2500 Jahren durch Menschen besiedelt. Der Ort ist bis heute ein Anlaufpunkt für Oderbruchbesucher. Hier finden sich Naturbadestrände, Herbergen, Gaststätten, Öko- und Erlebnishöfe sowie ein kleiner Hafen.

 

Kaffee, Kuchen, Konzerte hinter dem Deich

 

Besonders beeindruckend ist die neu renovierte Radwegkirche (G). Das, im 2.Weltkrieg völlig zerstörte Innenschiff der Kirche wurde geschmackvoll zu einem Café umgebaut, in dem Kaffee, selbstgebackener Kuchen und ein Imbiss kredenzt werden, während man im Innenhof auf der Wiese unter dem Birnbaum sitzt und die Sonne durch das Kirchenfenster blinzelt. (ein Bild von Bild 2)

 

Entspanntes Übernachten mit Fern-sehen

 

Zurück auf dem Radweg, gelangt man ein kleines Stück weiter zur ebenfalls neu renovierten Hafenmühle Kienitz (H). Der Clou an diesem Haus, direkt hinter dem Deich: Von den zwei Ferienwohnungen aus, schaut man auf die seicht dahin fließende Oder. Das beste „Fernsehen“ überhaupt. Hafenmühles Nachbar ist der Naturerlebnishof Uferloos. Hier starten viele Projekte, zum Beispiel Naturerlebniswanderungen, Kanutouren und Wildniscamps. Aber auch vor Ort selbst finden Wochenendworkshops und Veranstaltungen statt.

 

Radelt man den Deich weiter, führt die Strecke direkt an der „dicken Eiche Kienitz“ vorbei. Ein beeindruckender, hundert Jahre alter Baum. Mit dem Fluss im Hintergrund, ein wunderschönes Fotomotiv.

 

 

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